Boden und Geologie - Faszination im Verborgenen
Der Reiz der Ortenau liegt vor allem in ihrer landschaftlichen Vielfalt, die in besonderem Maße mit der Geologie im Zusammenhang steht. Am Ostrand des Oberrheingrabens geht die überwiegend landwirtschaftlich genutzte Rheinebene abrupt in die bewaldeten Vorberge und die Höhen des Schwarzwaldes aus Buntsandstein und Grundgebirge über.
Über Jahrmillionen hat sich die Schutter östlich von Lahr tief in die Gesteine des Schwarzwaldes eingeschnitten und durch Erosion ein kerbförmiges Tal geschaffen. Dagegen finden sich im Westen der Stadt weite Ebenen aus relativ jungen Sedimenten der Schwarzwaldflüsse, die sich hier mit Rheinkiesen aus den Alpen verzahnen.
Je nach Gestein, Geländeform und Landnutzung haben sich an der Geländeoberfläche ganz unterschiedliche Böden entwickelt. Frisches Bodenmaterial aus eiszeitlichem Löss steht zum Anfassen bereit und soll uns vor Augen führen, wie sich aus dem gelbgrauen, mehligen und kalkhaltigen Löss ein rotbrauner, fruchtbarer Lehmboden entwickelt hat.
Anhand von ausgewählten Flusskieseln und einem Blick auf die geologische Karte versuchen wir die Transportwege der Kiesel zu rekonstruieren. Darüber hinaus werden wir gemeinsam geologische Prozesse mit dem Geowindow – einem flachen, oben offenen Glaskasten mit Aluminiumrahmen – durch Befüllen mit verschiedenen Feststoffen und Flüssigkeiten simulieren. So kann beispielsweise die Erosion und Sedimentation von Sand und Kies durch fließendes Wasser veranschaulicht werden.
Schließlich soll die Nutzung des Untergrunds, z. B. als Grundwasserspeicher oder für den Kiesabbau, die Bedeutung der Geologie für unser tägliches Leben aufzeigen.
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